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Überlieferung

1 Versand: 4. 7. 1904
Preuschen, Hermione von
Villa Waldfrieden
2 Empfang: [5. 7. 1904 – 9. 7. 1904?]
Schnitzler, Arthur
Edmund-Weiß-Gasse 7
Textzeuge 1
Signatur D, Marbach am Neckar, Deutsches Literaturarchiv, A:Schnitzler, XXXX
Typ Brief
Beschreibung 1 Blatt, 3 Seiten, 1.456 Zeichen, Briefpapier mit Wappen des Adelsgeschlechts von Preuschen
Handschrift schwarze Tinte, deutsche Kurrentschrift
Zufügungen
Ordnung mit Bleistift von fremder Hand: »(Herm. v. Preuschen)«

Textqualität

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Zitieren

Empfohlene Zitierweise
Hermione von Preuschen an Arthur Schnitzler, 4. 7. 1904. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Digitale Edition. Herausgegeben von Martin Anton Müller mit Gerd Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, https://schnitzler-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L04552.html (Abfrage 5. 11. 2026)
Kurz-Identifier

Für gekürzte Zitate reicht die Angabe der Briefnummer aus, die eindeutig und persistent ist: »L04552«.

Wikipedia-Vorlage
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Quelldaten

Die Quelldaten (TEI-XML) dieser Edition sind über Zenodo dauerhaft archiviert und zitierbar: DOI 10.5281/zenodo.20309129

Chronik

Montag, 4. 7. 1904

Aufenthaltsorte
Tagebuch
Briefe mit Autorinnen und Autoren
Wiener Schnitzler
Schnitzler – S. Fischer
Gedruckte Briefwechsel

Arthur Schnitzler an Otto Brahm, 4.7.1904

Quelle: Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Vollständige Ausgabe. Hg., eingel. und erl. von Oskar Seidlin. Tübingen: Niemeyer, 1975.

Weiteres

Hermione von Preuschen an Arthur Schnitzler, 4. 7. 1904

|4. 7. 04
Jetzt, sehr geehrter Herr, habe ich Ihre richtige Adresse. An eine uralte Kürschneradresse sandte ich vor ein paar Wochen einen Brief – einen Brief, von dem ich mir nicht denken kann, daß Sie ihn unbeantwortet gelassen hätten. – Sie mußten ihn ernst nehmen, wenn Sie wirklich der Seelenkenner sind, für den ich Sie halte. – Wenn Sie ihn aber nicht erhalten, wiederholen könnt’ ich ihn nicht, das schreibt man nur Einmal – einen |solchen »Bettel«-Brief, aber ich würd’ es versuchen, Ihnen klar zu machen, um was ich Sie gebeten.
Eine Antwort verdients doch, eine menschliche, was so echt, und so sehr innerstem, tiefsten Bedürfniß entsprungen.
Nein, es was keine Mystiftication, wie Sie vielleicht dachten, sondern der tiefe Ernst eines im Wüstensand Erstickenden. – –
Auch kein »hysterisches Weib«, sondern nur ein Mensch, der so nicht weiter kann – der, wenn er nicht das tiefste und feinste Verstehn findet, an Surrogaten sterben muß. h. d. was man so sterben nennt – »wurmvegetiren« |muß, wie die ganze Welt, die’s freilich nicht genirt, weil sie’s nicht fühlt.
Ich will Ihnen nie in den Weg treten, nie. Zu was? Ich muß aber einen ebenbürtigen Mann wissen, der mich nicht persönlich kennt, der sich um mein »Seelenheil« kümmert. – Ich kann nur dann schaffen – nur dann. Kasser Egoismus, sehen Sie. –
Eine Ertrinkende, eine Erstickende, und »Die Unglücklichen sind gefährlich«
Also bitte antworten Sie, bitte! Die Lou Salome sagte, Sie wären ein Mensch!
»Sphinx«
    Bildrechte © Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar