|Lieber Herr Rilke, von Tag zu Tag habe ich eine Stimmung abgewartet, um Ihnen für Ihre Bücher herzlich zu danken – um Ihnen mehr darüber zu sagen, besonders über das schöne Skizzen u. Novellen
Buch. Aber ich kann noch immer nicht so schreiben
als ich wollte; denn ein unendlich schwerer Verlust, den ich (am
Tag nachdem ich Sie zuletzt gesehn) erlitt, macht
mich zu allem unfähig, was geordnete Gedanken voraussetzt. Bitte entschuldigen Sie
mich also und |glauben Sie an meine herzliche Sympathie.
Vielleicht begegnen wir einander
nächste Woche in Berlin.
Wien 13. 4. 99.
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