II. 6
|9. VIII 26
Lieber Arthur, sie habe mich aufgefordert über Emil Nachricht zu geben. Bis gestern war nichts zu melden. Heute hat mich der A. Dr
Jeschke rufen lassen und mir mitgeteilt: der Ausschlag sei so gut wie geheilt, aber man
habe die Absicht den Kranken
doch noch einige Wochen im Hause zu behalten. Etwa bis Ende August. Dann müssen, um Reinigungsarbeiten vorzunehmen, die Kranken
dieses Zimmers auf die andern Krankenzimmer verteilt werden, es ist also nicht mehr viel
überflüssiger Raum vorhanden. Er hat mich gefragt, ob ich einverstanden bin, wenn von Seite des Spitals wegen Aufnahme in’s Versorgungshaus
intervenirt wird. Ich habe für alle Fälle zugestimmt und
werde mich jetzt noch um eine eventuelle andere Unterkunft umsehen: – Sonst nichts
Neues. – Hoffentlich haben Sie besseres Wetter als wie hier. Seit 8 Wochen steht Max’ens Reisetasche gepackt, aber selbst für
die |Reise nach Baden war das Wetter nicht gerad ganz
verlockend.
Herzlichst
Ihr
Gustav.
Ihr
Gustav.
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