|Lieber Gu
stav, Ihre Profezeihungen
sind zum Theil eingetroffen; am
wenig
sten die (allerdings unvor
sichtig
ste) mit dem Arbeiten, am
stärksten die
(cyni
sche) mit dem Zeitvertreib. Ich habe ein
Stück
zu
schreiben begonnen; ein ganz andres, als ich ur
sprünglich wollte; war im
Anfang
sehr begei
stert, bin aber nun merklich abgekühlt. Radeln thu ich viel – noch
i
mmer mit dem alten Rad – das
Londoner i
st noch nicht einmal fertig.
|Aber die Axen beginnen zu knacken,
und ich würde es nicht einmal mehr wagen, Ihnen die
sen alten Ka
sten anzutragen. Mit
der Zeit werden Räder nemlich lebensgefährliche Ge
schenke (auch für die, die
sich
drauf
setzen.) Sehr bald mu
ss ich fort von hier und glaube mit Sicherheit drauf
rechnen zu können, daß ich Sie in
Wien noch
antreffe. Ich mu
ss nemlich in der Ihnen bekannten
Affaire
»
per sofort« wie der
schöne Ausdruck
lautet,
Woh
|nung
suchen, da jener
biedere
Forstmann über die von mir
(allerdgs ohne Angabe) gemiethete bereits verfügt hat
. – Ahnen Sie, wie unbequem
solche Sachen
sind?– Aber
später veranlangt man da
nn
Dankbarkeit, Liebe, ja
sogar Re
spekt! –