Felix Salten an Arthur Schnitzler, 18. 8. 1901

Lieber Freund, herzl. Dank für Ihre verschiedenen Ansichtskarten. Ich war jetzt wieder eine Woche in Ischl und gehe dieser Tage nochmals hin. Im September Berlin, Hamburg. Ein Exemplar der Insel kann ich Ihnen doch erst nächste Woche schicken, und da weiß ich nicht, ob's noch dafür steht. Geben Sie mir, wenn's noch sein kann, directe Adreße an, damit es keinen |solchen Umweg macht. Was sagen Sie, in welch' verschämter Weise st-g mir Reclame gemacht hat? Heuer scheint’s im Sommer nur lauter Lieutenant Gustl’s zu geben – (Teschen ec.) Neues gibts genug, aber es wär’ zu weitläufig. Leben Sie herzlich wol, hoffentlich auf baldiges Wiedersehen.
Ihr
Salten
Ich schreibe eine Geschichte, die hoffentl. besser ist als die Prinzessin Anna.
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