Felix Salten an Arthur Schnitzler, [29. 8. 1899]

|Dienstag.
Lieber, ich sende Ihnen gleichzeitig die versprochenen Zeitungen, und bitte Sie, mir gelegentlich zu sagen, was Sie drüber denken, und wie Sie glauben, dass mans besser machen könnte. Haben Sie sich über die Pneumatik sehr geärgert? Ich habe mit der Zeitung sehr viel zu thun, arbeite aber gleichwol ziemlich viel. Ich denke ernsthaft daran, die Novellen herauszugeben: Der Hinterbliebene, Flucht, Begräbnis, Heldentod, Fernen, Sedan, Lebenszeit. Bitte, sagen Sie mir, was Sie davon halten, ob nämlich all diese Dinge nicht doch zu werthlos sind. (Nicht Affectation) Aber ich glaube, wenn ich sie überhaupt als Buch erscheinen laße, dann will ichs jetzt thun, denn später, wenn anderes fertig ist, |werde ichs gewiss nicht mehr wollen.
Wann kommen Sie nach Wien?
Herzlichst
Ihr
Salten
Grüßen Sie Hugo.
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