Felix Salten an Arthur Schnitzler, [4. 6. 1892]

|Lieber Freund! Vom Beer-Hofmann keine Nachricht. Er hat mich auch gestern, als er mich zur Laska abholen sollte, – ohne abzuschreiben – sitzen lassen. Auch von Loris keine Zeile. Ich verstehe das nicht.
Heute Abend, wenn’s nicht |fortfährt zu regnen, beim Schneider in der Ausstellung.
In Anbetracht Ihres gestrigen Spielverlustes fällt es mir schwer, Sie anzupumpen, doch kann ich Ihnen, da |ich von Papa vor seiner Abreise am Montag Geld bekomme, vielleicht auch morgen schon das selbe zurückgeben. Wenn es Ihnen also möglich ist, würde ich Sie sehr um 3 f. bitten.
Was soll ich |mit Beer-Hofmann anfangen und mit Loris? Eigentlich ist’s mir ja lieber, wenn nicht gelesen wird, da ich jetzt wieder verbummelt bin, u. Muza nicht fertig. Also entweder Schneider, oder im Regen Kremser, heute noch, weil Richard nun kommen könnte.
Herzlich
FelixSa
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