Zum Projekt

Über 10.000 Briefe dürfte Arthur Schnitzler in seinem Leben geschrieben und ebenso viele empfangen haben. Diese Website bringt Korrespondenzstücke aus den Briefwechseln mit seinen schreibenden Kolleginnen und Kollegen. Derzeit sind 2.000 Briefe erfasst. Viele davon werden erstmals veröffentlicht. Alle sind nach den Originalen in Archiven der ganzen Welt durchgesehen und korrigiert.
Die erfassten Briefwechsel können über den Menüpunkt "Korrespondenzen" eingesehen werden. Ziel ist in jedem Fall die Vollständigkeit der Briefwechsel, das heißt: ungekürzt und unter Berücksichtigung aller uns bekannten Quellen.
Technisch versucht das Projekt als kleineres Unterfangen auf verschiedene Arten der Zugänglichkeit zu setzen, in der Hoffnung ein nachhaltiger Beitrag auch für zukünftige Forschungen darzustellen. Die Daten sind mit einer freien Lizenz versehen (CC BY 4.0), die es ohne Nachfrage aber mit Nennung der Datenherkunft erlaubt, diese weiter zu verwenden und zu bearbeiten. Die Daten selbst folgen weitgehend den Empfehlungen der TEI und sind separat beschrieben. Sie können über ein gitHub-Repositorium heruntergeladen werden. Die Website, die zur Ansicht der Daten zur Verfügung gestellt wird, ist keine Eigenentwicklung, sondern basiert auf der dseBaseApp von Peter Andorfer. Zwar wurden ein paar Anpassungen vorgenommen, doch viele davon für das Layout. Dementsprechend wird die Website als eine bestimmte Art verstanden, wie sich die Daten ansehen lassen, doch nicht notwendigerweise die einzige. Das zeigt sich beispielhaft an einer Funktion, die nicht eingebaut wurde, die Suche nach Versand- und Empfangsorten. Diese Daten sind standardisiert vorhanden, sie werden auch von der Suche erfasst, aber komplexere Filterungen lassen sich nicht tätigen. Diese Funktion wird extern zur Verfügung gestellt, durch die Anbindung an correspSearch, einem auf Briefeditionen spezialisierten Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Durch ein Plugin lassen sich bei jedem Briefe weiter aus dem gleichen Zeitraum einblenden. Das geschieht dynamisch, so dass auch nachdem die Arbeiten an unserem Projekt ihr Ende gefunden haben, edierte Briefe aus neuen Projekten erscheinen und angesteuert werden können. Als möglicher Nachteil ergibt sich, dass die Korrespondenz Bahr/Schnitzler gedoppelt verfügbar gemacht wird und es darum geschieht, dass einem zu einem Brief aus dieser Korrespondenz derselbe Brief auf der anderen Website empfohlen wird. Dem steht aber der Nutzen gegenüber, dass so auch jene Briefe aus dem Umfeld Bahrs und Schnitzlers entdeckt werden können, die nicht Teil des neuen Projekts sind. Eine weitere Sicherung der Daten erfolgt durch die Aufnahme in das Langzeitarchivierungsprojekt ARCHE an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die angestrebt wird.

Rechte

Auf eine wichtige Einschränkung bei Fragen der Rechte sei gesondert hingewiesen: Während wir unsere Arbeit und unsere Leistungen unter CC BY 4.0 zur Verfügung stellen können, umfasst diese Lizenz nicht die Beiträge Dritter. Verständlicher gesagt: Bei Texten von Personen, die vom Urheberrecht geschützt werden – im Normalfall, weil ihr Tod noch nicht 70 Jahre zurück liegt – wurde uns von den Urheberrechstinhaber*innen die Erlaubnis gegeben, diese aufzunehmen. Das heißt nicht, dass diese nunmehr gemeinfrei sind. Analoges gilt für die Faksimiles der Bilder, die von den bestandshaltenden Institutionen erstellt wurden. Nur weil wir sie abbilden dürfen, werden sie nicht von der CC BY-Lizenz umfasst und sind weitere Verwendung, Vervielfältigung oder Nachdruck mit den jeweiligen Eigentümer*innen zu klären.