Max Mell an Arthur Schnitzler, 14. 5. 1912



*Wien, 14. Mai 1912.

Sehr verehrter Herr Doktor!

Das ſchöne Feſt, das Sie heute begehn, ſcheint mir eine ſchickliche Gelegenheit, Ihnen dankbar zu bekennen, daß ich mich vor dem Phänomen Ihres Werkes immer berührt, forſchend, ſtudierend, erkennend, bewundernd ſtehen fühle. Ich ſage das, weil ich meine, geiſtigen Beſitz zu geben, das iſt ja das, weshalb man ſchafft, und was die Freude an dem erledigten, innerlich abgelöſten Werk noch immer weiter fortzuſsetzen vermag. Ich fühle mich Ihnen tief verpflichtet und darf, in Erinnerung vieler Freundlichkeit, die Sie mir erwieſen, zu dieſen Worten vielleicht noch meine herzlichen Wünſche für heute und immer hinzufügen:
als Ihr
Max Mell.
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