Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 28. 7. 1904



*A. Schn. XIII Spöttelg. 7
*Dr Richard Beer-Hofma

*28. 7. 904
lieber Richard – ich hatte mir wirklich ſchon eingebildet – es könnte ein Brief ſein – aber auch für den Theaterzettel mit Gruſs und Spaſs danke ich Ihnen herzlich. Wir waren etwa 14 Tage (mit Mama) in Reichenau, ſind Samſtag zurück; es war wunderſchön, *ich war im Naßwald und endlich ſogar auf der Rax, habe etliches gearbeitet, und was meine Geſundheit anbelangt, ſo iſt ſie eigentlich kot mir vor beſſer als vor der Gelbſucht. Nun bleiben wir wahrſcheinlich (von Ausflügen von ein paar Tagen abge*ſehen) bis Ende Auguſt hier und fahren da vielleicht auf 10–14 Tage nach Iſchl bei welcher Gelegenheit ich Sie hoffentlich ſehen und – als letzter unter den  .  .  .  »Näheren« das Stück hören werde, von dem mir Salten vorgeſtern höchſt begeiſtert ſprach. Ich denke, *Sie ſind bald fertig? –
Schreiben Sie mir bald, we auch nur eine Zeile, auch wie es Ihnen allen geht. –
Mein Balkon iſt ein Luftkurort (heute übrigens beinah ein Sturmkurort)
Wir grüßen Sie Beide1 Beide,2
Von Herzen
Ihr
A.
  1. 1 Subjekt
  2. 2 Objekt.
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