Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 15. 3. 1903



*15. 3

Lieber Arthur,

ich kann aus unſerer Depeſche nicht recht erkennen, wies eigentlich ergangen iſt, freue mich aber ſehr, daß die Leute Dein Schmerzenskind wenigſtens endlich einmal geſehen haben, und hoffe für Berlin, daß sich doch ein paar Kritiker finden werden, die ſeine Schönheit merken.
Ich liege seit vierzehn Tagen wieder, eine Ligatur eitert.
Herzlichſt
Dein
Hermann
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    Depesche] Vgl. Neues Wiener Tagblatt, Jg. 37, Nr. 66, 8. 3. 1903, S. 11: »Aus Berlin wird uns telegraphiert: Im Deutschen Theater fand SchnitzlersSchleier der Beatrice‹ bei vortrefflicher Darstellung eine geteilte Aufnahme. Das starke und tiefsinnige Stück interessierte ersichtlich, aber man fand, daß es zu sehr mit konventionellen Theatermitteln arbeite. Nach jedem Aktschlusse kämpften Beifall und Zischen ungemein lebhaft. Der Dichter konnte wiederholt erscheinen.«