Arthur Schnitzler an Hermann Bahr, 11. 11. 1897

lieber Hermann, we du also »Die Todten ſchweigen« leſen wi[ll]ſt, würds mich freuen. Nur bitte ich dich ſehr, nichts zu ſtreichen. Mir fällt das eben ein, wie ich die Geſchichte ſelbſt wieder durchleſe und z. B. die Schilderung der Reichsbrücke ſehe, die ja gewiſs zurm »Verſtändnis« des ganzen nicht nothwendig iſt, aber für die Stiung ſo unerläſſlich, – wie ſchließlich alles, was der Au[t]or zu rechter Zeit erwähnt. Hiemit will ich alſo deine eventuellen Kürzungsideen im Mutterleib erwürgen.
Herzlich grüßend Dein
Arthur
11. 11. 97