Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 15. 7. 1897



*Mein lieber Hugo, ich ka keineswegs Anfang Auguſt mit Ihnen zusaentreffen – Sie wiſſen ja. Dagegen unterbreiten Richard u ich Ihnen einen andern Vorschlag. Wir wollen Ihnen weiter, resp. näher entgegen. Ich möchte z. B. Freitag den 23. von hier fort, nach Salzburg, da per Rad (we ſich meines bis dahin erholt hat und *Richard nicht faul iſt) über Reichenhall, Lofer nach Zell am See. Ich resp. wir würden Samſtag Früh in Zell am See []ein, dort verbringen wir den Tag miteinander. Und Abend führe ich nach Wien. – Es handelt ſich alſo darum, ob Sie auf einen Tag von der Fusch wegkönnen. We Andrian *mit Ihnen fahren wollte, ſo käme er mit. Grüßen Sie ihn herzlich von mir; es geht ihm hoffentlich wieder beſſer.
Jahn 2. Band bekoen? –
– Auf einen ſchönen Soertag mit Ihnen, we’s ſchon nicht mehr ſein können, möcht ich nicht gern verzichten. Aber Sie ſollen ſich auch nicht die geringſte *Ungelegenheit machen.
Herzlich Ihr
Arthur
Ischl 15. 7. 97
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    Sie wissen ja] Seine Partnerin Marie Reinhard war schwanger. Das Kind kam tot zur Welt.