Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 15. 9. 1896

Baden 15/IX 96
Lieber Arthur, das schreib ich Ihnen im Park der jetzt um 10 Uhr Vorm. sehr leer und sehr schön ist
Ich bin wahrscheinlich Donnerstag auf einige Stunden in Wien. Wie ist denn jetzt Ihre normale Stundeneintheilung? – ohne Bindung–. Wissen Sie wieviel Exempl. vom »Kind« verkauft wurden – (Freiex an mich, Recensionsex. etc. nicht eingerechnet)?
944 – (neunhundertvierundvierzig!) Räthselhaft wie viel Menschen sich das kaufen–? Nicht? Trotzdem fehlen dem p. t. Zuchthäusler – wie Brandes diese Herren nennt, noch 14 Mark und einige Pfennige zur Deckung der Kosten. Verstehn Sie das?
Natürlich haben Paula und ich uns wieder lieber als je, – das ist doch natürlich – oder einmal mehr gedreht unnatürlich?
Herzlichst
Ihr
Richard
    Erwähnte Personen: Richard Beer-HofmannArthur SchnitzlerGeorg BrandesPaula Beer-HofmannErwähnte Werke: Richard Beer-Hofmann: Das Kind (1893) — Erwähnte Orte: Baden bei WienWien