Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, [26. 3. 1895]



*Herrn Dr. Richard Beer-Hofmann
I. Wollzeile 15, 4. Stock.

*Lieber Richard.

1) Ich habe noch nichts zu Faust, da ich den beſtechlichen nicht fand; ich zweifle aber nicht, daſs ich morgen Vormittag welche bekoen werde, reflectiren Sie denn drauf? Und,
2.) we ich keine bekomm, wollen Sie mit mir morgen in ein andres Theater (»Karlsſchülerin« oder »Touriſten«) gehn?
3.) Herzl iſt da, möchte mit uns, *dh. Ihnen, Hugo, mir, eventuell Bahr ſoupiren. Ich ſagte ihm, Freitag nach dem Hubermannconcert – Sie ſind doch einverſtanden? Zu Bahr ſagen Sie vorläufig nichts, weil ich noch ein definitives Wort von Herzl erwarte. Hugo theilen Sie’s vielleicht mit?
4.) bitte kaufen Sie vis à vis *bei Goldschmidt die Münchner Allgemeine von Samstag den 23. d. mit Beilage für mich.
5.) hier iſt Carlos Schnabl.
6.) vielleicht – ſo jetzt haben Sie mir telephonirt, alſo es bleibt dabei, *wir treffen uns im Griensteidl gegen 8. Herzlich
Ihr
Arth
    Bildrechte © Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale

    Beilage] Wohl wegen: b. m.: Arthur Schnitzler: Sterben. In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung, Beilage-Nr. 69, 23. 3. 1895, S. 5

    Carlos Schnabl] Vermutlich die Edition: Don Carlos, Infant von Spanien. Ein dramatisches Gedicht. Zum Uebersetzen aus dem Deutschen in das Französische für bereits vorgerückte Schüler, die in den Geist der beiden Idiome tiefer eindringen und die Conversationssprache sich aneignen wollen. Mit Anmerkungen der nöthigen Phraseologie und einem Wörterbuche. Zum Schul- und Privatgebrauch. Herausgegeben von C. Schnabel, öffentlicher Lehrer. Leipzig: Baumgärtner’sche Buchhandlung 1846.