Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, [19. 1. 1895?]

Lieber Richard. Kommen Sie in die Loge

Nr. eilf, I. Stock links.

War nichts andres zu bekommen. –
Hoffe, zur Repartirung, dass mein Bruder u Schwägerin mitkommen.
Die Loge hab ich. –
Nachher sind wir, dh. Sie, Qualle, Schwester u Salten u ich zusammen. Bitte dringend keine Elegance.
Herzlich Ihr
Arthur
(Ich gehe schwarzes Sacco.)
Vielleicht doch smoking
    Erwähnte Personen: Arthur SchnitzlerRichard Beer-HofmannJulius SchnitzlerHelene SchnitzlerAdele SandrockWilhelmine SandrockFelix SaltenRobert NhilJosef GiampietroErwähnte Werke: Arthur Schnitzler: Liebelei. Schauspiel in drei Akten (9. 10. 1895) – Ludwig Fulda: Die Kameraden. Lustspiel in drei Aufzügen (1894) — Erwähnte Orte: WienErwähnte Institutionen: Burgtheater

    Repartirung] Aufteilung (der Kosten)

    Elegance] Das Korrespondenzstück ist undatiert, die Hinweise sind spärlich. Der Umstand, dass Schnitzler das Reglement zur Kleidungswahl bestimmt, deutet auf eine von ihm organisierte Festlichkeit. Naheliegend ist dafür der 19. 1. 1895, jener Tag, an dem in der Zeitung steht, dass die Liebelei zur Aufführung am Burgtheater angenommen worden ist. An diesem Abend trafen sich die Genannten – ohne Willy Sandrock, dafür aber mit Robert Nhil. Grund für die Loge im Theater wäre dann wiederum, dass am selben Abend Josef Giampietro in der Premiere von Die Kameraden seine Rolle offensichtlich Schnitzler nachahmend anlegte.