Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 19. 2. 1917

Maschinenschrift 19. 2. 1917.

Lieber Hugo.

Der Anonymus, dessen zwei Einakter Sie mir zurückließen, ist gestern während ich nicht zu Hause war, bei mir erschienen, hat sich, was Ihnen kein Geheimnis sein dürfte, als Privatdozent Dr. Jean Billiter entpuppt und ein drittes Stück dagelassen, das nicht besser ist als die zwei andern und das er sich (wie er mir auf einer Karte mitteilt) zwischen jenen aufgeführt denken würde. Bevor ich ihn nun empfange wünschte ich sehr von Ihnen zu wissen, ob Herr B. etwa von einer durch mich herzustellenden Verbindung mit dem Burgtheater oder sonst einer Bühne träumt und ob er sich vielleicht schon anderweitig literarisch oder sonstwie in einer mir nicht bekannt gewordenen Weise betätigt oder gar hervorgetan hat.
Herzlichst grüßend
Ihr
A. S.
    Maschinenschrift]
    Die Vorlage ist nicht nachweisbar.
    Einakter]
    Nicht näher bestimmbar.
    gestern]
    Vgl. A. S.: Tagebuch, 18. 2. 1917
    ihn nun empfange]
    Vgl. A. S.: Tagebuch, 20. 3. 1917