Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 11. 9. [1914]



*Auſſee 11 IX.

lieber Arthur

ich bin für 2–3 Tage hier, dann wieder Eliſabethſtraße.Ich weiß daſs Sie ſchon größere Beträge fürs rote Kreuz gegeben haben, aber bitte geben Sie nun noch etwas und das ſogleich für die Rettungsgeſellſchaft, die vorzügliches leiſtet und dringend Hilfe braucht und bitte geben Sie es durch die Neue Freie Presse, das zieht wieder andere *Leute mit, deshalb gab ich auch dort, gab nur einen kleinem Beitrag (200), um mehrmals wieder geben zu können, es wird noch allſeits viel zu wenig gegeben, es iſt ein Meer von Not und Schwierigkeiten.
Ich bitte Sie und Olga, dies unter Euren Bekannten weiterzuſagen, es iſt eine der dringendſten Notwendigkeiten.
Von Herzen
Hugo.
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    durch die Neue Freie Presse]
    Am 10. 9. 1914 erschien ein »Erster Spendenausweis« der Sammlung, die 819 Kronen nachwies, wobei jeweils 200 von Hofmannsthal und seinem Vater stammten. (Neue Freie Presse, Nr. 17976, S. 7.) In den Folgetagen wurden weitere Spenden ausgwiesen, aber keine von Schnitzler.
    weiterzusagen]
    Am 19. 9. 1914 wird eine Spende von 300 Kronen durch Paula Beer-Hofmann ausgewiesen. (Neue Freie Presse, Nr. 17985, S. 5.)