Robert Adam an Arthur Schnitzler, 7. 5. 1913

Zistersdorf, am 7. Mai 1913.

Hochverehrter Herr Doktor!

Nehmen Sie meinen herzlichen Dank für die freundlichen Zeilen, welche die Rücksendung des Manuskripts begleiteten.
Trotz ihrer kann ich die Befürchtung nicht abwehren, daß meine krause und, wie ich einsehe, mißratene Studie Ihren Beifall nicht gefunden habe. Ich begreife sehr gut, daß sie Ihren Künstlersinn, dessen wunderbare Reife ich zuletzt in der Frau Beate bewundern durfte, geradezu beleidigt haben muß.
Vielleicht ist es mir noch vergönnt, künftighin wieder einmal mit einem ausgeglichenen Produkt vor Sie hinzutreten.
Genehmigen Sie, hochverehrter Herr Doktor, den Ausdruck meiner unbegrenzten Verehrung und meines Dankes!
Ihr ergebener
Robert Adam