Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 12. 6. 1912



*A. S. Wien, 12. 6. 912
Mein lieber Hugo, für Ihren ſchönen Brief, der mir ans Herz gegriffen hat, muß ich Ihnen gleich danken. Zu erwidern hab ich nur mit dem Wunſch, daſs es zwiſchen uns bleibe, wie es war und iſt, was die unzerſtörbare innere Verknüpfung anbelangt – daſs aber die äußeren Verknüpfungen ſich etwas *häufiger ergeben ſollten, als bisher. Denn das »Umeinanderwiſſen« iſt zwar ein edles und ſchmackhaftes aber doch ein mageres Brot für die Seele. Und um gleich den Anfang zu machen, wir möchten gerne nächſte Woche bei Euch angefahren kommen, in den frühen Abendſtunden; gegen Ende, ich ſchreibe oder telegraphiere den Tag am Montag oder Dienſtag, *jetzt mach ich mich eben fertig, um nach Prag zu fahren, wo ich gezyckelt werde. Ich ſoll mir den Eins. Weg vorſpielen laſſen.
Wir grüßen Euch herzlichſt
Ihr
Arthur
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