Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 20. 2. 1903

Herrn Dr Richard Beer-Hofmann

20. 2. 903

Lieber Richard,

Ihnen und Hugo danke ich für das Gutachten und theile Ihnen mit, dss ich heute gegen vorherige Honorirung von 3 Auflagen mit dem Wiener Verlag abgeschlossen habe. Auch die Ausstattung wird Ihren Wünschen entsprechend ausfallen. –
Im übrigen reise ich morgen nach Berlin, Palasthotel woselbst ich also bis etwa 8. März zu bleiben denke.
Mein neues Stück in jetziger Fassung ist, nach theilweiser Mittheilung an Olga und Schwarzkopf, meinem eigenen Antrag entsprechend, misbilligt und damit erledigt worden. Es ist ein siamesisches Zwilling; vielleicht hilft eine Operation, und Sie sehen, zur rechten und zur linken je einen Siam heruntersinken.
– Immerhin, – es ist eine »fertige Sach« – und somit bin ich besser gelaunt als alle diese letzten Tage . . . Überdies, Frühling!. Soll man daran glauben? . . . Nun, genug.
Ich hoffe, wir sehen uns alle, in 3 Wochen etwa, gesund wieder.
Grüßen Sie allerorten.
Herzlichst Ihr
A.