Adalbert Seligmann an Arthur Schnitzler, 30. 9. [1902?]

Verehrter Freund! Ueberbringer dieses, ein unverschuldet in Not geratener Schriftsteller, von Jacobsen (Berlin) Polgar u. Glücksmann warm empfohlen, ersucht mich um einige Worte an einen Münchener Verlag. Da ich aber dort keine Beziehungen habe, wäre es Ihnen vielleicht möglich, ihm ein paar Zeilen mitzugeben. Es handelt sich ihm nur darum, daß seine Sachen in dem betreffenden Verlag bald gelesen werden u. er in kurzer Zeit einen zusagenden oder ablehnenden Bescheid erhält. Verzeihen Sie die Belästigung.
Ihr ergebenster
A. F. Seligmann
30/IX.
    Schriftsteller]
    Der Karte fehlt die Jahresangabe. Sofern die Person im Tagebuch erwähnt ist, könnte es sich um einen nicht näher bestimmten Ferency handeln, der Schnitzler am 30. 9. 1902 besucht.