Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 7. 7. 1900

7. 7. 900.

Lieber Richard,

Danke für den nachgesandten Brief, hier die Revanche. Wie geht es Ihrer Frau? Schreiben Sie mir das hieher, Reichenau, Curhaus. Paul ist mit dem 15. August, Innsbruck einverstanden, Kerr wohl auch; wir könnten nun die Sache bald endgiltig fixiren. Ich sehe Sie wohl noch Anfang August, entweder in Ischl oder in Aussee; oder Salzburg. Hier bleibe ich wahrscheinlich 10–14 Tage. Dann? – Die paar Tage zwischen Altaussee und Reichenau waren ganz ansprechend. (Wir lieben die Frauen, die uns gleichgiltig sind etc.) – Ich entwerfe immerfort an dem Fünfactigen herum. (Die Entrüsteten wird es nicht heißen, da bisher kein Entrüsteter drin vorkommt; der beste Titel wäre eine Geste, mit dem Begleitton: Tz, – aber nicht so jüdisch, wie das letzte Capitel von Georgs Tod.) ((An dieser Stelle wird der Commentator unsres Briefwechsels irrsinnig werden.))
Leben Sie wohl.
Von Herzen Ihr
Arthur