Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 12. 6. 1899



*Herrn Dr. Arthur Schnitzler

*Den 12 Juni 99
Verehrter Freund!Ich bin willig Alles zu thun was Sie von mir wünschen. Ich bemerke nur, dass ich Antoine gar nicht kenne, ihn nicht gesehen habe, nicht ahne, ob er meinen Namen je gehört hat. Seien Sie aber nur so freundlich, mir seinen Vornamen und seine Adresse auf einer Karte zu schicken. Dann werde ich ihm mit Vergnügen schreiben, es wird ja nicht meine Schuld sein, falls er von meinem Brief keine Notiz nimmt. Ich las Ihre Stücke mit grossem Vergnügen, habe zwar einige kritische Bedenken, die Sie gelegentlich hören können. Ein halbes Jahr habe ich im Bette verbracht; in diesen Tagen aufgestanden. Ihr ergebener
G. B.
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