Hermann Bahr an Arthur Schnitzler, 8. 10. 1896



*»Die Zeit« Wien, den 8/10 189
Wiener Wochenſchrift IX/3, Günthergaſſe 1.
Herausgeber:
Profeſſor Dr. I. Singer, Hermann Bahr, Dr. Heinrich Kanner.
Telephon Nr. 6415.

Lieber Arthur!

Ich habe Brandes ſofort ausführlich geſchrieben. Ich kann ihm belegen, daß ich den Artikel von einer ihm u. mir bekannten, ſehr angeſehenen Berliner Dame erhielt, als aus einem Buche ſtaend, das den nächſten Winter erst deutſch erſcheinen ſoll, von ihm autoriſiert, ja mit der Ermächtigung, *für ein beſonderes Honorar das Fragment als Originalartikel zu bringen. Ich bin alſo unſchuldig.
Dir danke ich jedenfalls ſehr, daß Du ſo lieb geweſen biſt, mich gleich zu verſtändigen. Intereſſiert Dich die Sache, ſo kannſt Du die ganze Correspondenz mit der Berlinerin in unſerem Copierbuche ſehen.
Was macht Deine Novelle? Ich rechne beſtimmt auf ſie! Auch bin ich ſehr *neugierig, was aus dem »Freiwild« wird.
Nochmals dankt herzlich
mit beſten Grüßen
Dein
Hermann
Herrn Dr Arthur Schnitzler
Wien IX Frankgasse 1.
Alle für »Die Zeit« beſtimmten Zuſchriften und Sendungen ſind an die Redaction der »Zeit« und nicht an die Perſon eines der Herausgeber zu richten.
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    Novelle]
    Daraus wird: Arthur Schnitzler: Die Frau des Weisen. In: Die Zeit, Bd. 10, H. 118, 2. 1. 1897, S. 15–16; H. 119, 9. 1. 1897, S. 31–32; H. 129, 16. 1. 1897, S. 47–48.
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