Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 14. 3. 1896

lieber Richard, hätt ich nicht gewußt, dass Sie meinen Brief so nehmen wie er geschrieben ist, so hätte ich ihn ja nicht geschrieben. Aber so war’s wieder nicht gemeint, dass Sie sich einbilden müssen, das Schreiben mit der Zeit ganz sein zu lassen. Wo wär ich heute, wenn mich irgend was misglücktes immer dahin gebracht hätte. Immerhin gefällt mir Ihre Idee, schöne fremde Sachen gut zu übersetzen, ausnehmend. Vielleicht wird es einen Weg für Sie bedeuten, der Sie zu Ihnen selbst führt.
Ich schließe die gewünschte Karte für Paul Goldmann bei; grüßen Sie ihn auch mündlich aufs herzlichste von mir. Sie bald im Bild zu sehn, freut, mich, Ihnen in kurzer Zeit persönlich die Hand drücken zu können, freut mich noch viel mehr.
Herzlich der Ihre,
Arth Schnitzler
Wien 14. 3. 96.