Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, 20. 5. 1895

Herrn
Dr. Arthur Schnitzler

Lieber Dr Schnitzler! Sie sagten mir neulich, Sie wollten mit Beer-Hofmann reden wegen eines Anzugs; falls Sie es nicht gethan haben, darf ich jetzt wohl daran erinnern. Es ist sehr langweilig, seine Hose jeden Morgen, da man sie anzieht, flicken zu müssen. – Haben Sie das Buch der Fanny Gröger schon gesehen, oder besitzen Sie es gar? Wenn ja, darf ich Sie später auf ein paar Tage darum bitten? – Mit Hirschfeld habe ich nicht gesprochen. Doch werde ich dieser Tage zu ihm gehen, um ihm ein neues Feuilleton zu bringen; dann erfahre ich wohl auch, ob aus Ossiacher See etwas wird. – Beiläufig: Sie müssen ja ganz hochmütig geworden sein. 150 frcs für Übersetzungsrecht – so was hätten Sie sich so bald nicht träumen lassen.
Herzl. Gruss und Dank
F.
    150 frcs für Übersetzungsrecht]
    Für die französische Übersetzung von Sterben vgl. den Antrag durch Raoul Bourse (A. S.: Tagebuch, 1. 5. 1895). Die Übersetzung erfolgte durch Gaspard Vallette.