Arthur Schnitzler an Max Burckhard, 14. 1. 1894

Schnitzler an Burckhard, 14. Januar 1894: »Sehr verehrter Herr Direktor! Vor etwa drei Vierteljahren habe ich Ihnen durch den Verlag Entsch in Berlin ein Buch einsenden lassen, welches unter anderm drei Lustspiele enthält, die sich vielleicht zur Aufführung eignen. Erlauben Sie mir, sehr geehrter Herr Direktor, Sie jetzt auf dieselben aufmerksam zu machen, zu einer Zeit, wo sowohl die Stimmung des Publikums als auch die Gestaltung des Repertoires Einaktern günstiger geworden scheint. Die drei sehr kurzen Stücke sind: ›Frage an das Schicksal‹, ›Episode‹ und ›Abschiedssouper‹, von welchen vielleicht das dritte in Anbetracht des etwas frivolen Tones auf der Hofbühne nicht möglich erscheinen sollte, so dürften sich die zwei ersten um so eher für eine solche eignen. Ich will über die kleinen Stückchen weiter nichts sagen, möchte Sie, verehrter Herr Direktor, nur bitten, sie gütigst einmal Ihrer Aufmerksamkeit zu würdigen. Ich bin mit vorzüglicher Hochachtung Ihr sehr ergebener Dr. Arthur Schnitzler.«
    Entsch]
    Der Verlag A. Entsch dürfte den Bühnenvertrieb von Anatol verwaltet haben. Dieser erschien bereits Ende 1892, vordatiert auf 1893, im Bibliographischen Bureau.