Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, [29. 4. 1893?]

Herrn Dr. Rich Beer-Hofmann

Lieber Richard, hier ist der Sitz, Sie bringen ihn sicher noch leicht an (schlimmstenfalls an der Casse). – Ich kann nicht gehen, wegen Papa, der stark fiebert und meinetwegen, der, Abends wenigstens, schwach fiebert. Ich werde sehen, ob ich heute um 10 ins Cafè kommen kann – ich hoffe! –
– Von Fels kam Telegramm: er bittet um 25 fl, um abreisen zu können. Ich sandte ihm die 15 von Loris resp Fischer, u. von mir zehn. – –
Specht geht vielleicht zum ledigen Hof? –
Vielleicht theilen Sie mir irgendwie mit, was für Sonntag morgen Nachmittag projektirt ift; kann ich auf ein paar Stunden mit Euch sein, möcht ichs gerne. –
Herzlich der Ihre
Arthur
    ledigen Hof]
    Mehrere Stellen des undatierten Briefes erlauben gemeinsam eine zeitliche Einordnung. Am 29. 4. 1893 fand im Zuge eines Gastspiels die Aufführung von Ludwig Anzengrubers Der ledige Hof im Carltheater statt. Am Vortag vermerkte sich Schnitzler im Tagebuch, dass sein Vater krank sei und er es werde. Die Verortung vor dem Sonntag spricht gleichfalls für den Samstag.