Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, [20. 1. 1893]



*Lieber Dr Schnitzler! Heute früh beschloß, die Apathie fahren zu laßen und selbst energisch mich zum Fleischfreßer auszubilden. Wolan! Progra: Bureau, Eßen, Café. Allerdings die Kälte hat mich scheußlich niedergestit; das ist ja abscheulich. Im Bureau habe ich mir vom Diener aus dem Ihnen bekaten Lokal genau unsere Speisekarte von neulich wi[e]derholen laßen und habe das Ganze aufgefreßen, was genügt. Nun werde wahrscheinlich Central gehen und mit Rücksicht auf Zeitung, Bekaten u. v. a. Abort.
Ob Sie mit meinem heutigen Tag zufrieden sind, weiß ich nicht, obwol es eigentlich gut angebracht ist, aber, ich glaube, mit der Instruktion, die Sie mir gegeben, stit es wenig.
Jedenfalls, damit ich nicht ganz in dieser Selbstverständlichkeit bleibe, ersuche ich Sie, mich morgen in meinen Bureaustunden zu besuchen, zu strafen, zu kasteien,
Fels
Herzl. Gruß!
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    ich]
    Er schreibt: »ich ich«.