Friedrich M. Fels an Arthur Schnitzler, [Ende 1892?]

*Lieber Dr Schnitzler! Warum sind Sie heute nicht gekoen? Ich bin schwach, weil ich gestern den ganzen Nachmittag vom Durchfall geplagt war. Deshalb ka ich nicht zu Ihnen koen. Bitte dem Boten etwas Geld mitzugeben; ich brauche zum Leben, für Schneider, Schuster, Hutmacher; der Bote ist ganz sicher, der Sohn meines Hauswirts – können ihm also die gröſte Sue mitgeben. Ich sitze NB ohne alles hier; nicht einmal die Cigarette *die ich rauche ist bezahlt. NB. Bitte um Adreſse (genaue) von Beer-Hofma u. Loris.
H.
Fels
schwach]
Am 20. 12. 1892 notiert sich Schnitzler erstmals bei einem Besuch von Fels dessen desolaten Zustand: »der beinahe hungert. – Schrecklich ist das. –«. In den folgenden Wochen involvierte sich Schnitzler stärker, mehrere undatierte Korrespondenzstücke dürften in die Zeit, bis der Kranke Mitte Februar 1893 nach Meran abreist, zu verorten sein. Nur teilweise lassen sich implizite Reihungen vornehmen.
NB]
Fels nutzt die Abkürzung »NB«, »notabene« in der Bedeutung von »übrigens«.