Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 24. 11. 1892



*Lieber Loris,

ſehr wahr! – Und wie denken Sie z. B. darüber, für einen Abend der Woche ſtatt des Pfob ein anderes Café zu beſtien, in dem nur wir zuſaen koen? – Und eventuell Bahr. Ich wiederhole übrigens, was ich Ihnen ſchon neulich geſchrieben, daſs ich nämlich ſehr *unangenehm enttäuſcht bin, auch heuer ſo wenig mit Ihnen zuſaen zu koen.
Beſtien Sie Abend, beſtien Sie Caféhaus – und beſtien Sie undvielleicht auch Bahr, einmal hinzukoen.
Sotag alſo bei mir, für alle Fälle? – Ich möchte mir den Vorſchlag erlauben, daſs Sie *Ihre psychol. Novellette (die von der Freien Bühne refüſirt wurde) vorleſen. Ich glaube, daſs weder Richard noch Salten dieſelbe kennen. –
Herzlich der Ihre
Arthur
Wien 24. XI. 92.
    Bildrechte © Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main
    neulich geschrieben]
    Am 9. 11. 1892 (Bw Hofmannsthal/Schnitzler 31).
    Sonntag also bei mir]
    Am 27. 11. ist lediglich der Besuch Hofmannsthals in Schnitzlers Tagebuch erwähnt.
    Novellette]
    Age of Innocence (postum veröffentlicht 1930).