Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, [25. –29. 1. 1892?]

Lieber Freund.

Bitte schreiben Sie sich auch da hinein. Näheres Sonntag. Die Idee und die 3 letzten Zeilen vom »Sohn« sind ganz 1892; das übrige etwas älter, aber gar nicht bös. Ich hoffe, dass Sie gut aufgelegt sind
Herzlichst
Loris
    Sonntag]
    Das erste Treffen nach dem Erscheinen von Der Sohn lässt sich am 31. 1. belegen, wodurch sich dieses Korrespondenzstück zeitlich vorne und hinten eingrenzen lässt. Eine kleine Einschränkung gibt auch der Umstand, dass am Vortag nicht mehr von »Sonntag« sondern von »morgen« die Rede gewesen sein dürfte, was den 30. ausschließt.
    3 letzten Zeilen]
    Das stützt die Datierung Schnitzlers, da Der Sohn im Januarheft der Freien Bühne erschien. Schnitzler vermerkt dies am 24. 1. 1892 im Tagebuch, weswegen anzunehmen ist, dass auch Hofmannsthal in etwa zu dieser Zeit die Möglichkeit hatte, die Geschichte zu lesen.