Arthur Schnitzler an Max Burckhard, [20.] 5. 1891

Schnitzler an Burckhard, Mai 1891: »Sehr geehrter Herr Direktor! Erlauben Sie mir, Ihnen beifolgend ein einaktiges dramatisches Gedicht, »Alkandis Lied«, vorzulegen. Vielleicht halten Sie es einer Aufführung für würdig; möglicherweise gibt Ihnen, sehr geehrter Herr Direktor, die Lektüre des Stückes Anlaß zu der einen oder anderen Bemerkung, auf die ich Gewicht zu legen hätte. Jedenfalls, verehrter Herr, würden Sie mich unendlich verpflichten, wenn Sie dem Stücke, welches in Breslau zur Aufführung kommen dürfte, gelegentlich eine Viertelstunde Ihrer kostbaren Zeit widmeten und mir gütigst mitteilen wollten, ob und wann ich mir bei Ihnen Bescheid holen dürfte. Hochachtungsvoll Dr. Arthur Schnitzler.«
    Mai 1891]
    Vgl. A. S.: Tagebuch, 20. 5. 1891.
    dürfte]
    Korrigiert aus »durfte«. Da es zu der Inszenierung nicht gekommen ist, ist anzunehmen, dass im nicht überlieferten Original der Konjunktiv »dürfte« steht.