Arthur Schnitzler an Michael Georg Conrad, 11. 3. 1891



*Wien, 11. März 1891
Erlauben Sie mir, ſehr verehrter Herr, Ihnen hiemit Alkandi’s Lied, ein dramatiſches Gedicht zu überſenden. Vielleicht haben Sie einmal eine halbe Stunde, es durchzuleſen. Ihr Urtheil wäre mir ſehr werthvoll. Halten Sie das Stück für aufführbar? Köten Sie mir rathen, es der Münchner Bühne einzuſenden? Wie ſehr möchte ich Ihnen für eine kurze Beantwortung dieſer *Fragen danken!
In aufrichtiger Verehrung
Ihr ſehr ergebener
Dr. Arthur Schnitzler
    Bildrechte © Monacensia, München
    Alkandi’s Lied]
    Schnitzler hatte das Stück bereits im Herbst 1889 vollendet. Siehe A. S.: Tagebuch, 15. 11. 1889.
    Münchner Bühne]
    Schnitzler bezieht sich auf das Kgl. Hof- und Nationaltheater und das Kgl. Residenz-Theater; General-Intendant war Karl Freiherr von Perfall; zur Beziehung Conrads zu den Königlichen Bühnen vgl. den Brief Conrads vom 28. 3. 1893.