Arthur Schnitzler an Wilhelm Bölsche, [Anfang September] 1890



*Sehr geehrter Herr Redakteur!

Erlauben Sie mir, Ihnen beifolgende Skizze vorzulegen. Sie iſt raſch geleſen; ich fürchte kaum, Sie allzuſehr in Anſpruch zu nehmen. Vielleicht finden Sie, daß ſie ſich dem Rahmen Ihrer Freien Bühne für modernes Leben ohne allzu ſchlien Zwang einfügen ließe – in dieſem Falle würde ich Sie höflichſt um Veröffentlichung derſelben erſuchen. Misfällt ſie Ihnen, ſehr geehrter Herr, *[ha]ben Sie wohl die Güte, das kleine Heft an meine Adreſſe zurückzuſenden.
Ich bin mit ausgezeichneter Hochachtung
Ihr ergebner
Dr.  med. Arthur Schnitzler
    Bildrechte © Biblioteka Uniwersytecka, Wrocław
    Skizze]
    Aus der Kaffeehausecke; Schnitzler hat sie am 3. 2. und unmittelbar vor diesem Brief, am 29. 8. 1890, abgefasst und dann wohl gleich an Bölsche geschickt. Die Skizze blieb zu Lebzeiten unpubliziert.